Aktivurlaub ohne selbst aktiv zu sein – geht das? Abenteuer erleben, aber bitte nicht zu abenteuerlich? Nordosten Brasiliens Küste bietet Strände für jeden Geschmack genau wie für die verschiedensten Aktivitäten. Viele Strände sind geschützt oder lediglich zum Laufen und Radfahren freigegeben, aber es gibt in der Region zwischen Fortaleza und Natal auch viele Abschnitte, welche mit Buggys befahrbar sind! Schon mal über eine mehrtägige Tour von Strand zu Strand und Ort zu Ort in einem coolen Strandbuggy nachgedacht?

Von Fortaleza nach Canoa Quebrada

Nachdem wir davon gehört hatten, wollten wir dieses Abenteuer unbedingt selbst erleben und haben uns dafür die sogenannte „Route der Steilküste“ (Rota das Falesias) im Nordosten Brasiliens ausgesucht. Wir sind also von Sao Luis nach Fortaleza geflogen, wo uns der Buggy mit Fahrer direkt am Flughafen abgeholt hat. Nach ein paar Kilometern asphaltierter Straße, wo wir im Buggy drinnen angeschnallt sitzen müssen, biegen wir Richtung Strand ab und dürfen uns hinten hoch auf die Rückenlehne setzen. Herrlich, der Wind bläst uns ins Gesicht und am menschenleeren Strand düsen wir neben dem Meer entlang. Sofort erfasst uns ein Wahnsinns Freiheitsgefühl. Insgesamt 6 Tage wollen wir unterwegs sein und haben uns dafür die Etappen zum Übernachten bereits im Vorfeld ausgesucht. Leider haben wir diesmal nicht mehr Zeit, denn wie uns der Fahrer erklärt sind 6 Tage ganz schön knapp bemessen. Am Nachmittag kommen wir in Beberibe an, wo wir eine kleine feine Pousada am Strand von Morro Branco reserviert haben. Urlaubsgefühl pur! Das Meer liegt vor der Tür und wir springen auch gleich nochmal rein, bevor wir zum Sonnenuntergang bis zu einer Düne an der Flussmündung Barra Nova fahren und da auf der Düne oben den fantastischen Blick genießen.

Strandbuggy im Nordosten Brasiliens

Am nächsten Morgen starten wir früh und fahren zur Barra de Sucatinga, vorbei an dem See Uruau, welcher laut einer Studie der NASA die reinste Luft der Welt hat, hier ist es einfach wunderschön und bis auf ein paar Kiter ist es wieder menschenleer. Bis Parajuru bleiben wir am Strand, dann kommen wir jedoch an eine Flussmündung, wo es keine Überfahrtsmöglichkeit gibt und so nehmen wir die Straße bis zu unserem nächsten Ziel Pontal de Maceio, in Fortim. Welch ein idyllischer Ort! Wir checken in einer traumhaften Pousada direkt am Strand ein und unternehmen einen Spaziergang zum Kennenlernen des Ortes, obwohl man fast gar nicht aus der Hängematte aufstehen will, der Meerblick und die leichte Brise sind einfach so angenehm. Trotzdem überwinden wir uns, schließlich möchte dieses kleine Paradies erkundet werden. Kilometerlanger feiner Sandstrand zieht sich vor unseren Augen entlang, hier und da ein paar Kitesurfer. Buggys fahren über die sandigen, felsigen Wege, die sich dem Strand anschließen, keine Bebauungen, keine befestigten Straßen, nur Natur. Wir finden auf unserem Spaziergang ein Reitareal, man kann hier reiten lernen oder auch Pferde mieten, um an den traumhaften Stränden mit dem Wind zu reiten.

Uruau Kite Brasil – Nordosten Brasiliens

Urlaub im Nordosten Brasiliens? Wir sind für dich da!

Strandbuggy Nordosten Brasiliens

Den nächsten Morgen haben wir uns aufgemacht in Richtung Canoa Quebrada, da der Ort sehr bekannt ist, wollten wir wenigstens durchfahren und uns ein Bild davonmachen. Das Meer ist wunderbar blau und die Reggae- und Strandbars sind einfach toll, aber ansonsten fanden wir den Ort etwas zu touristisch und überlaufen. Nach einem kurzen Stopp fuhren wir deshalb weiter bis zum Strand von Redonda und was soll ich sagen: die absolut richtige Entscheidung, ein Traum von Strand und Unterkunft! Unsere Pousada lag diesmal nicht direkt am Strand, sondern auf einer Anhöhe und wir hatten somit einen spektakulären Ausblick auf das tiefblau-türkise Meer und den endlosen Sandstrand. Fast gar nicht bekannt und dadurch nur sehr wenig besucht, mal wieder fanden wir uns in intakter Natur ohne Touristenmassen wieder. Gleich nach Ankunft haben wir uns zum Mittag fangfrische Langusten gegönnt, um der Langustenküste alle Ehre zu erweisen. Die Route der Steilküste ist nämlich auch kulinarisch ein Highlight, bekannt und berühmt für ihre Langusten. Den Nachmittag haben wir unten am Strand verbracht, eine super Abwechslung zum Buggyfahren am Vormittag.

Strandleben Brasilien

Nach einer Übernachtung holt uns unser Fahrer sehr früh am nächsten Morgen ab, da wir heute eine lange Strecke vor uns haben. Wir verlassen den Bundesstaat Ceara und kommen nach Rio Grande do Norte.


Rio Grande do Norte wird von der Küstenlinie dominiert, er ist berühmt für seine Strände und Sanddünen. Der Bundesstaat hat 410 km Sandstrände, mit Lagunen und Kokospalmen.

Neben Abschnitten am Strand fahren wir heute auch oft durch kleine Dörfer, was einen sehr schönen und interessanten Einblick in das Leben der Brasilianer gibt. Überhaupt ist die Fahrt heute wunderschön, die Abwechslung zwischen Buggyfahren und Entspannung ist eine Topmischung. Nachdem wir den Bundesstaat gewechselt haben, verlassen wir die Strandregion und fahren ins Landesinnere durch trockene und staubige Gegenden. So ist es im sogenannten Sertao, der dürren, trockenen Klimazone Brasiliens. Nach circa 2 Stunden Fahrt tauchen vor uns weiße Salzberge auf und wir nähern uns Galinhos, einer Sandzunge zwischen Meer und Fluss. Wir durchqueren die Salzberge, es handelt sich um das größte Salzabbaugebiet Brasiliens und plötzlich werden die Salzberge zu echten Sanddünen, wir sind in Galinhos! Eine herrliche Fahrt durch diese Dünen endet mit der Ankunft an unserer Pousada, auf Flussseite gelegen. Auch der Fluss ist zum Baden geeignet und komplett mit Sandstrand umgeben, ein malerischer Anblick.

Steilküste Nordosten Brasiliens

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Brasilien Nordosten Reiseroute

Die letzte Etappe unserer Tour führt uns nach Sao Miguel de Gostoso. Die gesamte Fahrt führt heute am Strand entlang, weshalb die Abfahrtszeit nach Ebbe und Flut gerichtet wird. Circa 3 bis 4 Stunden entspannte Fahrt mit einer frischen Brise erwartet uns heute. Unterwegs finden sich immer wieder traumhafte Buchten, die einen Badestopp verlangen, um dann erfrischt weiter durch diese verlassene, wunderschöne Region zu düsen. Wir kommen auch an der Stelle am Praia do Marco vorbei, wo Brasilien tatsächlich „entdeckt“ wurde. Ein Denkmal erinnert daran. Sao Miguel de Gostoso ist ein idealer Spot zum Kitesurfen, aber auch zum Baden, Entspannen und Bummeln gut geeignet. Leider haben wir nicht genug Zeit, um hier noch einen Stopp einzulegen und so fahren wir nach einem kurzen Aufenthalt durch den bekannten Ort Genipabu (auch hier laden Sanddünen und Süßwasserlagunen zum Verweilen ein) weiter nach Natal zum Flughafen, von wo aus es für uns zurück nach Sao Luis geht. Eins ist aber sicher, Buggy sind wir nicht das letzte Mal gefahren! Es ist eine perfekte Möglichkeit viel zu entdecken und gleichzeitig zu entspannen, Abenteuer und Sicherheit gleichzeitig zu erleben. Der Nordosten und insbesondere die Strände zwischen Fortaleza und Natal, die sogenannte Route der Falesias, sind so unglaublich schön, dass es unmöglich ist, sich nicht zu verlieben.

Strandbuggy Nordosten

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